Bonus-Epilog für „Begierde in Seinem Blut“
Da war ein teuflisches Funkeln, das in den Augen meines Mannes aufblitzte und bei dem ich die Oberschenkel zusammenpressen musste. Es ließ mir das Herz bis in den Hals schlagen und die Vorfreude stieg in mir auf wie die Gezeiten des Silbermeers.
Wir spielten ein Spiel. Aber nur wir beide wussten davon. Unsere Gäste hatten keinen Schimmer. Kalia unterhielt sich angeregt mit dem Sohn eines Handelsreisenden, in dessen Haaren noch immer der Staub der langen Reise heftete. Neela saß am hinteren Ende des Tisches. Rivin direkt neben ihr, auch wenn er sich resolut von ihr abwandte und sein Griff um sein Glas – das bis zum Rand mit Wein gefüllt war – so verkrampft war, dass ich schon glaubte, er würde es zerdrücken, wenn er nur zuckte.
Myraa und Dy aus dem Hause Nes waren ebenfalls anwesend. Dazu drei weitere Oberhäupter von Adelsfamilien aus Laras. Yeeda, Ludayns Mutter, lachte lauthals über eine Geschichte, die Jeen aus dem Hause Kaaira gerade erzählte, etwas darüber, wie er als kleiner Junge nichtsahnend in eine kyriv-Höhle gestolpert war. Ludayn, die neben ihrer Mutter saß, sah beschämt aus, ließ den Blick um den vollbesetzten Tisch fliegen, um zu überprüfen, ob irgendjemand das laute Lachen ihrer Mutter missbilligte.
Ich suchte Ludayns Blick und lächelte sie an. Ihre Schultern entspannten sich, und sie wandte sich wieder ihrer Unterhaltung mit Fran und meinen Schwestern zu, die neben mir saßen, und Sorj, dessen Kiemen aufgebläht waren, seit er hier erschienen war. Zweifelsohne wäre er viel lieber irgendwo allein mit Mira, in der Ruhe und dem Frieden ihres Zuhauses.
Der Handelsreisende – ein alter Familienfreund des Hauses Kaalium – hieß Braak. Sein Grinsen war breit, und an den Rändern seines Mantels klebte noch immer Schlamm, worüber Zaale, der nur wenige Schritte entfernt stand, grimmig das Gesicht verzog, da war ich mir sicher.
Ich konnte Azurs Augen auf mir spüren. Eine federleichte, unnachgiebige Liebkosung, aber ich hielt weiterhin meinen eigenen Blick gesenkt, lächelte Myraa zu, die ganz gefesselt von meiner Erzählung über unsere Reise nach Erzos zu sein schien.
„Ich war noch nie irgendwo anders als in Laras“, gestand Myraa.
„Aber Sie haben doch Flügel“, erwiderte Piper, die nur halb zugehört hatte. „Waren Sie nie versucht… einfach davonzufliegen? Das Land zu erkunden?“
Myraa lachte schallend auf. „Vielleicht, als ich noch jünger war. Jetzt habe ich Kinder. Mein Ältester wird selbst bald Vater. Und mein Mann würde ohne mich einfach zugrunde gehen.“
Neben ihr grummelte Dy vor sich hin, aber seine Zuneigung für seine Frau war unverkennbar, als sich die Klaue seines Flügels in ihre Flügelklaue einhakte, eine Art Händchenhalten der Kylorr.
Myraa beugte sich vor, schaute Piper unverwandt an. „Soll das heißen, dass Sie Laras gerne verlassen würden?“
Azur hatte mich auf dem lore-Ernteball gewarnt, in Gegenwart von Myraa und Dy meine Zunge zu hüten, es sei denn ich wollte, dass meine Angelegenheiten überall im Dorf verbreitet wurden. Ich hatte Piper und Mira zu Beginn des Abends im Flüsterton darüber in Kenntnis gesetzt, als sich das Paar in unsere Nähe gesetzt hatte.
Das Essen war mittlerweile vorbei, und ich sah Pipers Augen aufblitzen. Sie lächelte heiter, mehr als gewöhnt daran, mit neugierigen Tratschtanten umzugehen. „Genau wie Sie finde ich Laras einfach ansprechend. Hier gibt es mehr als genug, um mich zu beschäftigen.“
Ich konnte nicht anders, mein Blick flog zu Azur. Wir saßen an den gegenüberliegenden Enden der langen Tafel. Er beugte sich zu Braak hinüber, während er mit ihm sprach, aber seine Augen ruhten allein auf mir. Ein kleines, verlockendes Grinsen verweilte auf diesen Lippen, und ich sah, wie seine Augen zu meinen Brüsten hinunterwanderten, zur kleinen Bisswunde, von der er wusste, dass sie just unter dem Rand meines eng geschnürten Bustiers verborgen lag.
Hitze strömte durch mich hindurch, und ich rutschte in meinem Stuhl hin und her, befürchtete plötzlich, dass Myraa – oder ehrlich gesagt jeder der anwesenden Kylorr und vermutlich auch Sorj – meine Erregung riechen konnten. Ich warf Azur einen strengen Blick zu, einen Blick, den er nur allzu gut kannte. Trotzdem, mein verräterisches Herz flatterte vor Vorfreude und das Blut pochte förmlich in meinen Adern.
„Kyrana“, schnurrte Azur plötzlich. Der ganze Tisch verstummte beim Klang seiner Stimme. „Sollen wir unsere Gäste in den Raucherraum bitten?“
Siehst du zu, dass es vorwärtsgeht, hm, Mann? dachte ich, wusste, dass die Menschen unter unseren Gästen sich leise entschuldigen würden und nur noch die Kylorr die lore-Vorräte des Hauses Kaalium genießen würden.
Er wusste, dass er mich ganz für sich allein haben würde, sobald sich die letzten Gäste verabschiedet hatten. Und das war es, was er wirklich wollte.
Azur nörgelte und beschwerte sich nicht darüber, Gäste zu empfangen. Er spielte die Rolle des Kyzaire mit Souveränität und Charme, obwohl ich genau wusste, dass er das lore viel lieber oben auf dem Dach rauchen würde, während ich zwischen seinen Beinen saß und er seine Flügel um mich schlang, ich mich wand und stöhnte, oder wir uns in unserem Bett aneinanderschmiegten, meine Wange auf seine breite, warme Brust gepresst, während ich mit der Fingerspitze Kreise über die Berge und Täler seiner definierten Muskeln malte. Er sagte, genau das sei es, was ihn am meisten entspannte. Meine Berührung. Mein Atem, der über seine Haut glitt, meine Haare, die seinen Arm kitzelten. Zu wissen, dass ich da war, dass ich bei ihm war.
Mira erwischte meinen Blick, ihr Ausdruck wissend, aber ich schaute sie nur höflich und gleichgültig an.
„Das ist eine wundervolle Idee“, erwiderte ich und lächelte Azur zu.
***
Azur wollte heute Abend spielen. Ich spürte es bis unter die Haut. Sein teuflisches Grinsen hatte mein Herz den ganzen Abend über zum Rasen gebracht, bis ich am Ende ganz atemlos war. Die Mondwinde waren im Anzug. Ich wusste, dass ihr Sog für einen Kylorr mit einer Blutspartnerin besonders… mitreißend sein konnte.
Und so zog ich mich früh zurück, ließ ihn mit unseren nicht-menschlichen Gästen im Raucherraum, damit er sie unterhielt, ging in den nordöstlichen Flügel des Burgfrieds. In unserem Schlafzimmer zog ich mich aus. Ich hatte überlegt, ein beinahe durchsichtiges Kleid anzuziehen, das ich extra für Azur bei Estee in Auftrag gegeben hatte. Aber ich befürchtete, er würde es innerhalb von wenigen Augenblicken in Fetzen reißen, also ließ ich es für eine andere Gelegenheit im Schrank hängen.
Stattdessen kniete ich mich in die Mitte des Zimmers, setzte mich auf meine Fersen, schaute zur Tür. Vollkommen nackt. Bereit. Meine Hände zitterten vor Verlangen, und als ich meine Knie bewegte, spürte ich die kribbelnde Wärme meiner Erregung, heiß und glitschig zwischen meinen Beinen.
Azur ließ mich nicht lange warten. Vermutlich hatte er mit seinen Gästen eilig eine Höflichkeitspfeife geraucht, hatte sie dann von Zaale hinauskomplimentieren lassen und war mir auf unsere Zimmer gefolgt.
Und als er durch die Tür trat, als er mich warten sah, durchfuhr mich ein Schauder der Vorfreude, denn ich bemerkte, wie sich seine Nasenflügel weiteten. Ein kratzendes Geräusch drang an meine Ohren, Krallen auf Metall, Klauen, die über den Boden kratzten, als er die Tür hinter sich schloss. Uns hier drin einschloss.
Aber er kam nicht auf mich zu.
Seine Flügel breiteten sich aus. Seine grauen Finger hoben sich zu seiner Weste. Langsam löste er die silbernen Schnallen, die den Stoff über seiner breiten Brust zusammenhielten, und meine Augen klebten an ihm, während sich eine Schnalle nach der anderen öffnete. Mein Mund war staubtrocken. Ein köstliches Ziehen brannte tief in meinem Bauch.
Als er mit den Schnallen an seinen Schultern fertig war, die den Stoff so sicherten, dass er Platz für seine Flügel ließ, streifte er die Weste ab, bis er mit nacktem Oberkörper dastand. Feste Muskeln begrüßten mich. Dunkle, flache Nippel, über die ich so liebend gern meine Zunge schnellen ließ. Glatte Haut, die hin und wieder von silbernen Narben gebrochen wurde, die im Schein des Feuers glänzten. Sogar eine Narbe vom kyriv-Angriff, bei deren Heilung mein Blut geholfen hatte.
Er hörte mein Schlucken. Ich würde heute Nacht für ihn sein, was immer er wollte. Ich sehnte mich danach.
Als er schließlich auf mich zutrat, schien jeder seiner Schritte in meiner Brust widerzuhallen. Seine Hand vergrub sich in meinen Haaren und seine Klauen fuhren durch die schwarzen Strähnen. Mit angehaltenem Atem bog ich den Kopf in den Nacken, entblößte meinen Hals für ihn, während er noch immer über mir aufragte.
„Konntest du meinen Biss auf deiner Brust beim Abendessen spüren, kyrana?“, brummte er.
„Ja“, wisperte ich.
„Mhm. Ich habe gesehen, wie du dich auf deinem Stuhl gewunden hast“, fuhr er fort. „Sag mir, meine Geliebte, wie sehr verzehrst du dich gerade nach mir? Wie sehr willst du von mir ausgefüllt sein? Von meinem Schwanz? Meinem Siegel? Meinen Zähnen?“
Meine Antwort war ein atemloses Keuchen. „Ich brauche alles. Alles von dir.“
Er grinste. Seine glühenden Augen versprachen köstliche Qualen, als er sagte, „Du musst es dir erst verdienen, Kylaira.“
Sein Schwanz drängte bereits gegen die Schnalle seiner Hose, aber ich vermutete, dass mein Mann mich erst in den Wahnsinn treiben wollte. Er wollte mich necken. Spielen.
Verwirrt sah ich zu, wie er wieder davonging. Er setzte sich in einen Stuhl, weich wie Seide und majestätisch genug für einen König, der neben dem Kamin stand.
„Komm her“, befahl er mir. Als ich aufstehen wollte, fügte er barsch hinzu: „Nein. Ich will dich auf Händen und Knien sehen. Und jetzt komm zu mir, kleine Frau. Langsam. Damit ich die Aussicht genießen kann.“
Die Tropfen meiner Erregung liefen an der Innenseite meiner Oberschenkel hinunter. Mit so viel stolzer Anmut, wie ich nur aufbringen konnte – obwohl ich ganz versessen darauf war, ihm zu gefallen, und spürte, wie bei seinem Befehl die Vorfreude durch mich hindurchblitzte – krabbelte ich auf allen vieren über den Boden. Meine schweren Brüste schaukelten hin und her. Der Steinboden drückte unangenehm in meine Knie, bevor ich am plüschigen Teppich ankam, der vor dem Feuer lag. Die ganze Zeit über schaute ich Azur in die Augen. Sie fraßen mich förmlich auf. Verschlangen mich. Sein Blick gab mir das Gefühl, Macht zu haben, selbst während ich über den Fußboden krabbelte.
Als ich bei ihm ankam, spreizte Azur die Beine und der Stuhl knarzte, dann positionierte ich mich zwischen seinen Beinen. Aber ich wartete auf seinen Befehl, und er schien zufrieden damit zu sein, mich zu betrachten, mit seinen Fingern über meine Wangen, meinen Mund zu gleiten.
Dann steckte er einen großen Finger zwischen meine Lippen, und ich kratzte mit meinen Zähnen über seine Haut, sah, wie sich seine Pupillen erwidernd weiteten. Dann saugte ich die Wange ein, lutschte an seinem rauen Finger, schnellte mit der Zunge darüber.
Ich stöhnte.
Azur knurrte. Sein Ausdruck war wild genug, um ihn als grimmig zu bezeichnen, aber ich wusste es besser. Er zog seinen Finger aus meinem Mund, krallte seine Faust nun in meine Haare.
„Zeig mir, wie sehr du meinen Schwanz willst, Frau“, forderte er leise. „Zeig mir, wie sehr du ihn brauchst. Und vielleicht, wenn du mich genügend befriedigst, lasse ich dich ihn benutzen, wie du willst.“
Dieser teuflische Mann, dachte ich erfreut und ungeduldig.
Dennoch verschwendete ich keine Zeit. Azur lehnte sich in seinen Stuhl zurück, der in diesem Augenblick eher wie ein Thron aussah, während ich mich praktisch auf die Verschlüsse seiner Hose stürzte. Ich öffnete sie alle, dann schaute ich zu, wie sein dicker, steifer Schwanz hervorsprang. Voller Adern, unmöglich schwer, mehr als bereit für meine Berührung. Silberne Lusttropfen glänzten auf seiner rundlichen Eichel, und ich beugte mich hinunter und leckte jeden der Tropfen mit meiner Zunge auf.
Bei seinem Knurren stellten sich mir die Härchen auf den Armen auf. Aber ich wusste es besser, als triumphierend zu grinsen. Azur wollte mich heute Abend unterwürfig sehen. Er wollte, dass ich mich seinem Willen beugte.
„Schau mich an“, befahl er, seine Stimme heiser und barsch. Meine Augen flogen zu ihm, und ich wich diesem roten Blick nicht aus, als ich meine Lippen um die Spitze seines Schwanzes legte und heftig daran lutschte. Ich wackelte mit der Zunge, neckte damit die empfindliche Unterseite seiner Eichel und sein bebendes Stöhnen, die Art und Weise, wie er den Kopf in seiner Lust in den Nacken warf, diese halb geschlossenen Lider, fühlten sich an wie ein Sieg. Er mochte heute Abend die Kontrolle haben, aber wir wussten beide, wer ihn in der Hand hatte.
Ich.
Seine Liebe. Seine Frau. Seine Blutspartnerin.
Ich nahm seinen Schwanz so tief in den Mund, wie ich nur konnte, spürte den dicken Umfang und die Anspannung in meinem Kiefer.
Sein Bauch zog sich zusammen, als die glatte Spitze seines Schwanzes gegen meinen Rachen stieß und ich ihn so lange dortbehielt, wie ich konnte, bevor ich ihn wieder aus meinem Mund zog, mit den Lippen neckend über die Seiten seiner samtigen Hitze strich, während ich wieder zu Atem kam.
Meine andere Hand lag auf seinem Oberschenkel. Ich spürte, wie sich seine Muskeln unter meinen Fingern immer weiter anspannten, und wusste, dass die Zeit begrenzt war. Wir hatten uns gegenseitig heiß gemacht, noch bevor die Gäste eingetroffen waren. Wir hatten uns den ganzen Abend lang über den Tisch hinweg mit Blicken gefickt. Und ich wusste, dass es meinen Mann absolut in den Wahnsinn trieb, wenn ich diese Rolle spielte.
„Du kannst mit mir machen, was du willst“, wisperte ich und schaute ihm unverwandt in die Augen, spürte erneut, wie sich die Muskeln unter meiner Hand anspannten. Ich unterdrückte ein Grinsen. „Ich gehöre dir.“
Er biss die Zähne zusammen, und seine Reißzähne bohrten sich in seine Unterlippen, ließen sie bluten, als ich ihn wieder bis zum Rachen in meinen Mund nahm. Als ich ihn lutschte und leckte und jeden Zentimeter küsste, bis er unter mir zitterte.
„Habe ich dich genügend befriedigt?“, fragte ich, wurde dreister, vergaß für einen Moment meine Rolle, als ich ihm herausfordernd in die Augen schaute. Mein Hals fühlte sich wund an, mein Kiefer schmerzte, aber ich liebte dieses Gefühl einfach. „Du hast mir deinen Schwanz versprochen, Mann.“
Ich war so nass, dass ich schon befürchtete, den Teppich vor dem Stuhl zu ruinieren, ein Teppich, der sich vermutlich schon seit Jahrhunderten in diesem Zimmer befand.
„Du hast ihn in der Hand“, wagte er zu spotten. Als ich den anschwellenden Knoten am Ansatz seines Schafts drückte, fauchte er auf, und seine Hüfte schnellte unter meinen resoluten Griff vor. „Na schön, Frau. Du willst meinen Schwanz? Du kriegst meinen Schwanz.“
Ich schnappte nach Luft, als er mich hochzog, bis ich rittlings auf seiner Hüfte saß und meine Knie links und rechts neben seinem breiten Körper in das Polster sanken. Der Stoff seiner Hose fühlte sich an meinen nackten Oberschenkeln ungehörig an, wie er über meine empfindliche Haut kratzte, während sich meine Finger in Azurs feste Brustmuskeln krallten.
Azur bewegte seine Hüfte.
Ich stöhnte auf, meine Brüste hüpften auf und ab, und er stieß heftig in mich hinein. Eine einzige, entschlossene Bewegung, und ich war so nass, dass er so tief in mich eindrang, wie er nur konnte.
„Ja, ja, ja“, keuchte ich.
„Reite meinen Schwanz, Frau“, knurrte er und seine Stimme veränderte sich. „Nimm dir, was du so dringend haben willst. Aber du kommst besser nicht, bis ich es dir befehle.“
„Das werden wir ja sehen“, wagte ich zu flüstern, und meine Lippen öffneten sich einen Spaltbreit, verwandelten sich in ein Lächeln, während sein Schwanz schnell und hart in mich hineinhämmerte. Ich stützte mich auf seiner Brust ab, um meine Hüften über ihm schaukeln zu lassen.
Als seine Hand knallend auf meinem Hintern landete, schrie ich auf, aber dieser brennende Schmerz verwandelte sich augenblicklich in warme Lust.
„Obacht, meine Geliebte“, schnurrte er teuflisch. Seine Augenbrauen waren gerunzelt. Sein Kiefer angespannt. Ich konnte die Anstrengung auf seinem Gesicht bereits sehen, als er versuchte, noch nicht zu kommen. „Du weißt, wie sehr es mir gefällt, dich für dieses lose Mundwerk zu bestrafen.“
Meine Augen brannten sich in ihn hinein. Ich befand mich bereits am Rand des Orgasmus. Sein saftiger Hieb auf meinen Hintern hatte dafür gesorgt. Sein Necken den ganzen Abend über und sein Stöhnen zu hören, als ich seinen Schwanz gelutscht hatte, hatten mich immer weiter darauf zu getrieben. Ich brauchte überhaupt nicht mehr viel Stimulation, und ich glaubte auch nicht, dass mein Kylorr-Mann sie brauchte.
„Beiß mich“, flehte ich leise, drängte mich enger an ihn, obwohl das nur dafür sorgte, dass mein Kitzler gegen seine Leiste rieb und ich das entsprechende Flattern in meiner Möse spürte. Ich biss mir auf die Unterlippe, fest. „Azur! Bitte.“
„Bitte was?“
„Beiß mich. Fick mich. Lass mich kommen“, rief ich aus.
„Und warum sollte ich das tun?“, hatte er die Dreistigkeit zu erwidern, beugte sich vor und strich mit seinen Lippen über meine, ein neckischer Hauch von einem Kuss. „Wenn du bereits so ungehorsam warst?“
„Azur!“, fuhr ich ihn an.
Sein finsteres Glucksen fühlte sich an wie die Süße eines Dampfküchleins, das auf meiner Zunge schmolz. Köstlich und süchtig machend. Ich wollte mehr.
Ich stöhnte vor Erleichterung auf, als er uns im Sessel nach vorn schob, bis er genug Platz hatte, um seine Hüfte zu mir hochschnellen zu lassen. Seine Stöße waren strafend heftig. Meine Brüste hüpften mit jedem Stoß auf und ab, schaukelten hin und her, meine Nägel gruben sich in seine Brust, versuchten, sich festzuhalten.
„Fleh mich an“, knurrte er. Ließ mich nicht vom Haken.
Ich wusste, was er wollte, und ich war zu wahnsinnig vor Lust, um mit ihm darüber zu streiten.
„Lass mich kommen!“, flehte ich. Ich stöhnte und spürte, wie er meine Knie festhielt, damit ich mich seinen Stößen nicht anpassen konnte, damit er meinen Körper benutzen konnte, um mich noch heftiger zu ficken. Schneller. Tiefer. Was immer er wollte. Mein Orgasmus stieg in mir auf, aber ich kämpfte dagegen an, wusste, dass Azur es mochte, wenn ich auf seine Erlaubnis wartete. „Bitte, bitte, bitte.“
„Weißt du eigentlich, wie schön du bist, laraya?“, keuchte er. „Schau dir an, wie wunderschön du bist, wenn du versuchst, nicht auf meinem Schwanz zu kommen.“
Ich wurde immer verzweifelter, beugte mich vor, strich mir die Haare hinter die Schulter. Ich vergrub meinen Kopf an Azurs Hals…
Dann biss ich ihn. Fest.
Ein heiserer Schrei brach aus seinen Lippen hervor, und seine Hüften schnellten empor, bis ich schwören wollte, ich könnte ihn bis in meinem Hals spüren.
Ich würde nie in der Lage sein, wie eine Kylorr-Frau von ihm zu trinken, aber ich wusste dennoch, dass es ihn um den Verstand brachte, wenn ich ihn so biss. Das hätte mir etwas ausmachen können, zu wissen, dass ich in dieser Weise unzulänglich war, dass ich nicht wirklich den Blutsbund mit ihm teilen konnte, wie zwei Kylorr es miteinander taten. Aber das tat es nicht. Denn ich wusste, wie sehr Azur mich liebte. Wie glücklich er sich schätzte. Und ich empfand genauso.
Also war das hier genug für ihn. Mehr als genug. Und es war auch mehr als genug für mich.
„Meine brave, kleine Frau“, knurrte er. „Komm für mich, Gemma.“
Und dann versanken seine Reißzähne tief in meinem Hals und ich zuckte mit dem ersten Aufblühen der Befriedigung. In dem Augenblick, in dem er zu trinken begann, begann ich zu kommen, schrie in seine Haut hinein, während jeder Muskel in meinem Körper sich anspannte und zusammenzog, bevor der explodierende Höhepunkt die Welt auf den Kopf stellte und meine Sicht verschwamm, dann alles weiß wurde.
Das Brennen seines Knotens ließ meinen zweiten Orgasmus unverzüglich folgen. Azur schrie, bäumte sich auf, vergrub sich tief in mir, bis wir aneinander verankert waren. Und dann folgte er mir, stöhnend und brüllend, während er von meinem Körper nahm und ihn gleichzeitig auffüllte. Die heißen Schnüre seines Samens in mir markierten mich, und ich stöhnte, bis sie versiegten, bis die Realität zurückkam und wir versuchten, wieder zu Atem zu kommen.
Als Azur fertig von mir getrunken hatte, drehte er den Kopf und ein grummelndes Schnurren drang aus seinem Hals, über alle Maßen selig. Er presste seine Lippen auf meine, und ich küsste ihn, schmeckte die Nahrung und die Stärkung, die ich ihm geschenkt hatte – mein Blut – noch immer auf seinen Lippen. Sein Siegel war dick und heiß und pochte. Ich achtete darauf, mich nicht zu bewegen, und küsste ihn einfach immer weiter, während wir darauf warteten, dass die Schwellung zurückging, das Nagen meines Hungers befriedigt. Vorläufig.
Mir war es vorher nicht aufgefallen, aber der lore-Rauch von vorhin, als er mit unseren Gästen geraucht hatte, hing noch immer an seiner Haut. Wie würziger Zimt, vermischt mit Azurs eigenem, holzigem Duft. Köstlich.
Und schon jetzt spürte ich, wie meine Befriedigung nachließ, nur ein bloßer Hauch von lore bereits wieder verzweifeltes Verlangen in mir aufsteigen ließ.
Azurs Augen funkelten, als ich mich von ihm löste.
„Unersättlich“, zog er mich auf.
„Ich kann einfach nichts dagegen tun, wenn es um dich geht“, erklärte ich, schlang meine Hände um seinen Hals, testete den Sitz seines Knotens.
Mein Mann grinste. „Gut.“
***
Im Mondlicht, das seine Bahnen über unser Bett warf, malte ich mit der Fingerspitze Kreise auf Azurs Brust und lauschte seinem Schlummern und Dösen.
Ich ertappte mich dabei, wie ich aus keinem besonderen Grund lächelte, und das war der Ausdruck, den er auf meinem Gesicht erblickte, als er im nächsten Moment die Augen öffnete. Sein Arm schlang sich eng um mich, und ich spürte, wie sein Flügel unter meinem Hintern zuckte.
„Mmmh“, brummte er und seine roten Augen schlossen sich bereits wieder. „Bist du nicht müde, meine Geliebte?“
Ich spürte etwas Warmes durch mich hindurchrauschen, wann immer er mich so nannte.
Unser Bett stand so, dass ich durch die großen Fenster hinaus auf das Silbermeer und die nördlichen Wälder schauen konnte. Ich hatte den Wellen dabei zugesehen, wie sie sich im Mondlicht kräuselten, während ich Azurs gleichmäßigen, beruhigenden Herzschlägen zugehört hatte. Ich hatte bei mir gedacht, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie zufriedener gewesen war als in diesem Augenblick. Sicher und warm in seinen Armen.
„Ich bin schon müde“, wisperte ich, lächelte und schmiegte mich enger an ihn. „Aber ich bin auch einfach glücklich.“
Seine Augen flogen auf. Ein kleines, verschlafenes Glucksen drang aus seinem Hals. „So glücklich, dass du nicht schlafen kannst?“
Verspielt biss ich in seine Brust, hörte sein zustimmendes Knurren. Aber ich war gesättigt und befriedigt, das angenehme Ziehen zwischen meinen Beinen eine willkommene Erinnerung daran, dass er in dieser Nacht mit seiner Aufmerksamkeit mir gegenüber sehr gründlich gewesen war.
Natürlich war nicht alles perfekt. Die unsichere Gerichtsverhandlung meines Vaters und seine Zukunft, um nur eine Sache zu nennen. Die Spannungen mit den Kaazor im Norden eine andere. Die Bedrohung von jenseits des Meeres, durch die Thryki und die Dyaar, eine dritte.
Nichts würde jemals perfekt sein.
Aber jetzt, in diesem Augenblick?
Fühlte es sich verdammt danach an.
„Ja“, wisperte ich. „So glücklich, dass ich nicht schlafen kann.“
„Dann bleibe ich zusammen mit dir wach, bis du schlafen kannst“, versprach mein Mann und zog mich an sich.
Mir wurde warm ums Herz. Es fühlte sich in meiner Brust an wie Wackelpudding. Ich befürchtete schon, es würde sich einfach auflösen. War das möglich?
„In Ordnung“, erwiderte ich leise. Ich küsste ihn, einmal, zweimal, dann löste ich meine Lippen wieder und legte meine Wange auf seinen Oberarm.
In der Stille der Nacht schauten wir uns an. Azurs Augen wanderten über mein Gesicht, als ob sie es nicht schon längst auswendig kennen würden.
Als er diese beruhigende Stille brach, tat er das, um zu sagen: „Ich bin auch glücklich, laraya.“
Blut meines Herzens, nannte er mich in seiner Sprache. Das Wort ließ mich beinahe so sehr schmelzen wie meine Geliebte, denn ich wusste, es hatte eine besondere Bedeutung für die Kylorr.
Ich lächelte zu ihm hoch.
„Jeden Tag bin ich aufs Neue überrascht, wie sehr“, gestand er.
„Gut“, wisperte ich.
Seine Augenbrauen schossen in die Höhe, er kämpfte gegen ein kleines Grinsen an. „Gut?“
Ich richtete mich auf, stahl einen weiteren Kuss, wich aber zurück, bevor er ihn vertiefen konnte.
Ich kuschelte mich wieder in seine Arme und atmete seinen Duft ein.
Dann schloss ich die Augen, spürte endlich, wie mich die Müdigkeit einlullte, und neckte Azur leise. „Ich muss dich schließlich auf Trab halten.“
Es war sein leises Lachen, das mich in den Schlaf wog.